Da spaziere ich grade nichtsahnend durch den örtlichen Rewe, schnappe mir kurz vor der Kasse noch ein Ü-Ei aus dem extra dafür aufgebauten Regal, bezahle und begebe mich dann zur S-Bahn-Station hinunter. In der Bahn grade hingesetzt, packt mich natürlich die Neugier auf den Inhalt des Ü-Eies. Plötzlich fliegt mein Blick über das Mindesthaltbarkeitsdatum.
„08.04.09.“
Wäre das jetzt ein oder zwei Tage drüber gewesen – ok, wird mich schon nicht umbringen, aber drei Monate über dem MHD? Das ging mir dann zu weit. Ich also wieder aus der S-Bahn raus, in den Rewe rein und direkt zur Kasse. Ü-Ei hingelegt: „Eventuell solltet ihr mal darauf achten, was ihr hier so verkauft.“ Mir war klar, dass sie als Kassiererin nicht wirklich was dafür kann, deswegen hab ich mich dann noch ruhig verhalten. „Das ist Absicht so, sons würden die nicht nur 45 Cent kosten“, entgegnet man mir. Auf die Frage, ob das denn irgendwo vermerkt sei, bekomme ich ein „Natürlich.“ zu hören. Ich dann also kurz hinter den Kassenbereich zu dem Regal spaziert, wo das große Regal steht.
Da hängt ein circa 50 x 40 cm großes Schild dran. Aufschrift: „Kinderüberraschungsei – 45 Cent.“ Ein kleines Rewe-Logo dazu noch in der Ecke, keine Spur von irgendwelchen Hinweisen, dass hier Produkte verkauft werden, die seit drei Monaten abgelaufen sind. Ich mache die Kassiererin darauf aufmerksam. Im nächsten Moment beginnt sie das Regel zu durchsuchen. Irgendwann hat sie dann ein Ü-Ei in der Hand, welches mit dem 21.7.09 datiert ist. Ich schnappe mir das Ü-Ei, bedanke mich und verlasse den Rewe. Manch einer könnte sagen, ich sei kleinlich, aber ich finde, dass das mein gutes Recht war.



Manche nennen es Fruchtaaaaaarm, doch ich sag dazu ADROALAAAAARM!